„Bunt statt blau“: Eine persönliche Perspektive

Kunst kann zum Nachdenken anregen und Gespräche eröffnen. Genau darum ging es bei der Wanderausstellung „Bunt statt blau“, die vom 19. bis 23. Oktober in der Kontakt- und Begegnungsstätte „Anthojo Lounge“ in Holzkirchen zu sehen war. Die Ausstellung beschäftigt sich künstlerisch mit dem Thema Alkoholmissbrauch und seinen Folgen.

Zur Vernissage war auch unsere Bewohnerin Joleen eingeladen. Gemeinsam mit ihrer Bezugspädagogin Hanna Specht aus unserem Haus nahm sie an der Veranstaltung teil und berichtete offen über ihre persönliche Geschichte und ihre Abhängigkeitserkrankung. Als Expertin in eigener Sache brachte Joleen eine Perspektive ein, die über die ausgestellten Kunstwerke hinausging: Sie machte deutlich, dass hinter dem Thema Sucht Menschen mit ganz individuellen Lebensgeschichten stehen.

Für uns ist es besonders wertvoll, wenn unsere Bewohnerinnen und Bewohner die Möglichkeit erhalten, ihre Erfahrungen selbst einzubringen und den Austausch mit anderen Menschen mitzugestalten. Ein herzliches Dankeschön an die Kolleginnen und Kollegen von Anthojo für die Einladung. Und vor allem: Hut ab vor Joleens Mut und Offenheit!

Ein Mann und eine Frau stehen in einer Ausstellung vor einem Posterstand. Beide zeigen auf ein Plakat mit der Überschrift „Albis, wir warten!“. Darunter steht „Jeder Tag ist nicht gleich“. Im Hintergrund sind weitere Tafeln und Lichterketten sichtbar.
Eine Illustration zeigt eine junge Frau mit lockigen Haaren im Vordergrund. Im Hintergrund sind blaue Skizzen von Personen zu sehen, die von Sucht geplagt sind, dargestellt durch Alkoholflaschen, Drogen und Ketten, die sie gefangen halten.
Ein Poster mit dem Text „KÄMPF GEGEN DIE MASSE“. Ein Mädchen in einem bunten Kleid steht im Vordergrund und hebt sich von einer großen Menge blauer, gesichtsloser Figuren ab. Oben wird eine blaue Flüssigkeit aus einem Kolben in die Menge gegossen.
Ein Plakat zeigt einen kleinen roten Teufel, der in einer Glasflasche gefangen ist. Der Flaschenhals ist mit einem Buntstift verschlossen. Oben prangt der Slogan in orangefarbenen Lettern: „LASS DICH NICHT VERFÜHREN! Bunt statt Blau“.
Ein Plakat zeigt eine blaue Silhouette einer Person vor einem Hintergrund aus einer bunten Fotocollage. Oben ist der rote Schriftzug „TATORT“ zu sehen sowie eine Flasche mit dem Etikett „TATWAFFE“. Unten rechts steht der Slogan „Bunt statt Grau“.
Ein Kunstwerk zeigt vier blaue Gesichter vor einem Hintergrund aus wirbelnden roten und gelben Farben. Am unteren Rand steht der Text: „DEIN BLAU TRENNT UNS VOM LEBEN“.
Eine Illustration zeigt zwei Szenen. Links malt ein Mädchen in kühlen Blautönen an einem Klavier, rechts spielt ein Mädchen in warmen Gelbtönen fröhlich. Dazwischen steht der Schriftzug „Bunt statt Blau“.

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